Ein alter Eichenbalken aus einem abgetragenen Bauernhof erzählt über Trocknungsrisse, Nagellöcher und Harzduft von Jahrzehnten harter Arbeit. Durch sanftes Aufarbeiten, klare Tragschemata und sichtbare Fügungen bleibt seine Ehrlichkeit erhalten und schenkt neuen Innenräumen Wärme, Vertrauen und handwerkliche Gravitas.
Wiederverwendete Ziegel tragen Rußschleier, Kantenabplatzer und Maßtoleranzen, die nicht versteckt, sondern gefeiert werden können. Sortiert nach Farbton und Format, trocken gereinigt und in Kalkmörtel gesetzt, erzeugen sie atmungsaktive Wände, die Licht streicheln, Feuchte puffern und angenehm altern.
Stahlträger aus Hafenanlagen zeigen Schrammen, Salzspuren und historische Nietenköpfe. Mit Sandstrahlen, Korrosionsschutz nach Stand der Technik und kluger Tragwerksplanung werden sie sicher nutzbar, bleiben jedoch als sichtbare Zeugen materialehrlicher Konstruktion, die Bewegtheit, Robustheit und maritime Weite in neue Räume tragen.






Gebrauchte Träger, Fenster oder Stufen benötigen dokumentierte Eigenschaften. Durch Zugproben, Sichtprüfungen, Materialgutachten und projektbezogene Abnahmen schaffen wir Rechtssicherheit. Die Planung bleibt flexibel, weil alternative Bauteile hinterlegt sind und Tragwerke so dimensioniert werden, dass Toleranzen sicher aufgenommen werden.
Altholz, Textilien oder Papierreste können mit geprüften Systemen geschützt werden, ohne alles unter Gips verschwinden zu lassen. In enger Abstimmung mit Behörden kombinieren wir Intumeszenz, Abstände, Abschottungen und Training, damit Menschen sicher bleiben und Materialien weiterhin offen sprechen dürfen.
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